Das Kinodebüt des Oscar-Preisträgers Florian Gallenberger ist großes Gefühlskino mit einem Hang zum Ethnokitsch.
Durst nach Wasser, Freiheit und Begierde hat eine palästinensische Familie im selbst auferlegten Exil. Für sein beeindruckendes Familiendrama hat Tawfik Abu Wael 2004 in Cannes den Preis der Kritiker erhalten.
Lutz Hachmeister und Michael Kloft bebildern mit ihrer Dokumentation die Tagebücher des Nazi-Propagandaministers
Eine zwiespältige Verfilmung von Gabriel Loidolts Roman Hurensohn. Ausgezeichnet mit dem Filmpreis auf dem Filmfestival Max Ophüls 2004.
In Brothers gerät das Gleichgewicht zweier Brüder durch die politische Weltlage durcheinander. Der charakterstarke wird zum Monster und der Loser wird zum verantwortungsvollen Menschen. Wie sehr der Zufall unser Leben und unsere Liebe auf die Probe stellen kann, untersucht die Dänin Susanne Bier wirkungsvoll ohne vereinfachende Erklärungsschemata oder überdramatisierenden Pathos.
Micheal Winterbottom legt in seinem ersten Science Fiction Film Code 46 weniger Wert auf futuristisches Set Design und Spezialeffekte, wie man es von diesem Genre gewohnt ist, sondern zeichnet einen irritierend vertrauten aber doch beklemmend nahen Zukunftsentwurf. Das Scheitern einer Liebe innerhalb einer genetisch kontrollierten Gesellschaft stellt die Frage nach den emotionalen Folgen des Klonen von Menschen.
Der neue Film mit dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader ist die zweite Verfilmung eines Krimis von Wolfgang Haas, in dem die Salzburger Gesellschaft von der katholischen Kirche bis zu den Festspielen vorgeführt wird. Ein harmloses Kabinettstückchen mit ironischem Blick auf die österreichische Mentalität.
Auf der Berlinale mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet kommt nun, zwei Tage vor dem zweiundsechzigsten Jahrestag von Sophie Scholls Hinrichtung, dieses bedrückende und emotional eindringliche Plädoyer für Zivilcourage in die Kinos, in dem die studentische Widerstandskämpferin zur modernen Heldin stilisiert wird.
Der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan überzeugt in Uzak durch eine ruhige, melancholische Bildsprache. Für die tragischkomische Erzählung einer Begegnung zweier entfremdeter Cousins in der winterlich verschneiten Metropole Istanbul erhielt der Film in Cannes 2003 den “Großen Preis der Jury”.
Mike Leighs neuster Film behandelt das moralische Dilemma einer Frau, die im London der 50er Jahre illegale Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Der Film wurde auf dem Filmfestival Venedig 2004 als bester Film ausgezeichnet.
