Die Macher von Medienradio hatten mich am 28.5.2009 zu ihrem 3. Podcast eingeladen. Das Ganze ist ein noch junges Podcast-Projekt von Philip Banse (der auch kuechenradio.org macht), Markus Heidmeier, Thomas Jaedicke und Jana Wuttke, die alle zusammen was mit Breitband auf Deutschlandradio Kultur zu tun haben.
Ebenfalls eingeladen war Stefan Wieduwilt, der u.a. der Produzent der TV-Sendung Berliner Nachttaxe ist. Die Berliner Nachttaxe ist für mich deswegen etwas besonders, weil die Dreharbeiten der TV-Produktion live ins Internet gestreamt wurden und dazu der taxifahrende Michael Kessler noch getwittert hat. Für mich stellt das ein bemerkenswertes Musterbeispiel dar an Interaktion mit Publikum und die Verknüpfung der zwei Medien Fernsehen und Internet.
Im Podcast haben wir gesprochen über Bewegtbilder im Internet und Chancen der cross-medialen Vermarktung von TV und Kino im Netz und dem Umbruch in Lizenz- und Vertriebsstrukturen durch das Internet.
Hier der Direktlink zum mp3 zum downloaden (via medienradio.org)
Am 17.4.2009 habe ich am Digital Filmcamp in Berlin teilgenommen. Mich interessiert der Gap zwischen Film und Internet und mit welchen Mitteln man für Filme im Internet Marketing und wirksame Mundpropaganda machen kann. Die von den Teilnehmern angebotenen Themen trafen, wie zu erwarten war, genau mein Interessenschwerpunkt: Von viralen Videos auf YouTube, über Filmvermarktung allgemein im Internet oder in der virtuellen 3D-Welt Twinity, über CC-Lizenzfragen, über digitale Produktion, bis hin zum Performance-Ansatz des Live Cinema in der VJ-Kultur war alles dabei.
In dem offenen Veranstaltungsformat des Filmcamps ergab es sich recht schnell, dass Jennifer Hoffmann,Sven Assmann und ich uns zusammen getan haben, für eine gemeinsame Session, in der wir eine moderierte Diskussion mit den Filmcamp-Teilnehmern zu Vermarktungsstrategien für Filme im Netz eröffneten. Die Diskussion repräsentierte sehr eindrucksvoll die derzeitig vorherrschenden Positionen zu dem Themenbereich von Film im Internet: Vom offenen Filmemacher, der im Internet seine Chance sieht, mit seinem Film Aufmerksamkeit und Publikum zu finden, über Urheberrechtsfragen und Vertretern der klassischen Filmdistribution, denen es oft schwer fällt Filmverwertung im Internet losgelöst von gewohnten Vertriebsstrukturen zu denken.
Jennifer Hoffmann hat auf ihrer Homepage ihre Eindrücke vom Digital Filmcamp zusammengefasst. Ebenso hat Achim Bode dazu gebloggt.
(Foto: Christine Kisorsy / Logo: Ferdinand Schulte-Bockholt)