(Magisterklausur von Tillmann Allmer im Fach Filmwissenschaft, Frühjahr 2001)
In den Vereinigten Staaten flammen immer wieder die Diskussionen auf, wenn es um die Zensur (bzw. die Regulierung) bestimmter Medieninhalte geht. Besonders stark sind diese Diskussionen in den letzten Jahren z.B. bezüglich des noch jungen Mediums Internet. Die Hauptargumente beziehen sich dabei immer auf die Auswirkungen der Inhalte auf die Gesellschaft, sei es Gewalt, Sex und Moral, die Darstellung von Frauen oder von ethnischen Gruppen. Auf der einen Seite argumentieren Gegner von Zensurbestrebungen, dass diese undemokratisch und unamerikanisch seien und verweisen auf das verfassungsmässige Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit. Auf der anderen Seite stehen konservative Politiker, Bürgerorganisationen und andere Institutionen, die sich um die Verrohung der moralischen Werte der us-amerikanischen Gesellschaft sorgen. Dabei kann es darum gehen, was für Bücher in öffentlichen Bibliotheken zugänglich sind, um Musikvideos und Rap-Alben, Fotografien, Kunst und natürlich auch um Filme. Sobald ein Medium ein gewisses Maß an Massenwirkung zeigt, gibt es gleichzeitig Diskussionen über die Auswirkungen der Inhalte.
